Herbstkonzert desCraemer-Chors

 

         Vom klassischen Volkslied bis zur Filmmusik

 

Herzebrock-Clarholz (ja). „Wir sind die Craemer-Sänger vom schönen alten Herzebrock“ heißt es im Refrain des Lieds der Craemer-Sänger, das sich diese als erste von mehreren Zugaben ihres Jubiläums-Herbstkonzerts am Sonntagnachmittag im voll besetzten Gemeinschaftshaus der Firma Craemer für die begeisterten Zuhörer aufgehoben hatten.

Das eigene Lied ist fast so alt wie der vor 25 Jahren gegründete Werk-Chor, der in dieser Zeitspanne ein stattliches Repertoire erarbeitet hat, das vom klassischen Volkslied über Oper, Operette, Musical und Filmmusik reicht. Chorsprecher Josef Wöstmann erinnerte in seiner Begrüßung an die Entstehung und Entwicklung des Chors. Gern hole man sich für öffentliche Auftritte „routinierte Unterstützung“. Das war am Sonntag das Westfälische Hornquartett unter der Leitung von Balthasar Davids und bereits zum sechsten Mal Startenor Volker Bengl.

Erstmals lag die musikalische Gesamtleitung in den Händen der Chorleiterin Christiane Peters, die im Vorjahr die Nachfolge von Norbert Henzel angetreten hat. Henzel hatte den Chor 23 Jahre geleitet. Am Flügel begleitete Heiner Breitenströter den Chor und Annemarie Herfurth von der Staatsoper Hannover den Solisten Volker Bengl. Petra Adibelli führte durch das zweistündige Programm.

Die erste Hälfte war lyrisch-romantisch geprägt mit deutschen Kunst- und Volksliedern zu den Themen Jagd, Natur, Liebe und Sehnsucht. Balthasar Davids, Hans van der Zandern sowie Kristiaan und Katja Slootemaekers vom Westfälischen Hornquartett machten den Auftakt mit einem „Spanischen Ständchen“ und „Des Jägers Wanderliedchen“ von Anton Wunderer.

Volker Bengl zog mit seinem nuancenreichen, kraftvollen bis leise und weichen Tenor die Zuhörer von Anfang an in seinen Bann. Er erntete besonders viel Applaus bei „Ach, ich hab in meinem Herzen“.

Im zweiten Programmteil standen bekannte Melodien aus Oper, Operette und Film im Mittelpunkt, unter anderem von Carl Maria von Weber, Franz Lehár, Robert Stolz und Eduard Künneke. „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“ sang Volker Bengl, während der Chor ihn einfühlsam im Dreivierteltakt mit dem Refrain begleitete.

Dr. Achim Brandenburg dankte als Schirmherr des Craemer-Chors allen am Gelingen des Konzertnachmittags Beteiligten namentlich. Er zollte den Sängern großen Respekt für ihre Leistung und zeigte sich glücklich und stolz über die „großartigen musikalischen Künstler“, die den Chor „als feste Konstanten und echte Freunde“ über viele Jahre bei Konzertveranstaltungen begleiten. Mit dem Abendlied „Der Tag war schön“ als vierte und letzte Zugabe bedankten sich die Interpreten auf ihre Weise und sagten „Auf Wiedersehen“.

Quelle: Judith Ahlke - Die Glocke  27.09.2016

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